der zentrale Punkt — Quellen am Ende dieses Eintrags
Warum waren es nur zwei Beamte, und warum wurden Bürger unmittelbar einbezogen?
DIE ZAHL
In der Via Italo Svevo traf ein einziger Streifenwagen mit zwei Beamten ein. Die Richtlinien der Abteilung für öffentliche Sicherheit vom 11. Mai 2026 zum Umgang mit nicht kooperativen Personen sehen vor, dass die Fixierung einer Person, die starken Widerstand leistet, ausgefeilte Techniken und vier Einsatzkräfte erfordert, mit Unterstützung durch einen zweiten Streifenwagen oder die Carabinieri. Sie sehen außerdem vor, dass die Streife bei der Meldung einer aufgebrachten Person die Einsatzzentrale informiert und weitere Kräfte anfordert.
Zwei Beamte bewältigten also, mit Hilfe von Privatpersonen, eine Lage, die das Protokoll vier ausgebildeten Einsatzkräften zuweist.
Das beweist für sich genommen keine strafrechtliche Verantwortung. Aber es verschiebt die Frage: nicht „die beiden Beamten haben falsch zugegriffen“, sondern „warum standen diese beiden Beamten allein da, und wer hätte die anderen schicken müssen“.
ZU PRÜFEN: Öffentlich ist nicht bekannt, ob Verstärkung angefordert wurde. Das ist die Frage, die zu stellen ist.
WAS DIE RICHTLINIEN ÜBER ANDERE ANWESENDE SAGEN
Im Abschnitt über Deeskalation nennt das Dokument ausdrücklich als eine der Handlungen des Beamten, andere Personen zu ENTFERNEN, die den Erregungszustand der betroffenen Person verstärken könnten. Nach dem Protokoll sind Zivilpersonen auf Abstand zu halten. Im Pilastro waren vier von ihnen stattdessen an der körperlichen Fixierung beteiligt.
WAS EINE PRIVATPERSON DARF — DER RECHTSRAHMEN
Hinweis: Dies ist Stoff für Strafrechtler, und hier werden lediglich die anwendbaren Vorschriften wiedergegeben, keine Rechtsberatung.
Art. 383 der italienischen Strafprozessordnung — FESTNAHMERECHT VON PRIVATPERSONEN. Eine Privatperson darf eine Festnahme auf frischer Tat nur bei den in Art. 380 genannten Delikten vornehmen, also bei den schweren Straftaten, bei denen die Festnahme zwingend ist, und nur, wenn sie von Amts wegen verfolgt werden. Sie muss die festgenommene Person sodann unverzüglich der Kriminalpolizei übergeben: Der Kassationshof hat klargestellt, dass sie diese nicht länger festhalten darf, als für die Übergabe unbedingt erforderlich ist. Der Fall Fakir fällt nicht darunter: Es lief keine Straftat, bei der die Festnahme zwingend gewesen wäre.
Art. 52 des italienischen Strafgesetzbuchs — NOTWEHR. Die Richtlinien selbst stellen klar, dass die Notwehr — anders als der Rechtfertigungsgrund des Art. 51, der Amtsträgern vorbehalten ist — von jedermann geltend gemacht werden kann, vorbehaltlich der Verhältnismäßigkeit zwischen Angriff und Verteidigung. Sie könnte den Fahrer des Autos in dem Moment plausibel decken, in dem er gestoßen wird. Weit schwerer ist vorstellbar, dass sie denjenigen deckt, der die Fußgelenke eines bereits gefesselten Mannes weiter festhält, nachdem der Angriff beendet ist.
Art. 51 des Strafgesetzbuchs — AUSÜBUNG EINES RECHTS ODER ERFÜLLUNG EINER PFLICHT. Die Richtlinien stellen ihn als den Polizeikräften vorbehalten dar. In der Lehre wird der zweite Teil der Norm — die Befolgung einer rechtmäßigen Anordnung der Behörde — auch für Privatpersonen diskutiert. Das ist der rechtlich heikelste Punkt, denn nach einigen Zeugenaussagen sollen die Beamten selbst einen Bürger um Hilfe gebeten haben.
Art. 54 des Strafgesetzbuchs — NOTSTAND. Ein dritter, abstrakt denkbarer Rechtfertigungsgrund.
Art. 588 des Strafgesetzbuchs — SCHLÄGEREI. Der Fairness halber sei gesagt: Das Geschehene ist KEINE Schlägerei im technischen Sinn, die mindestens drei einander bekämpfende Personen voraussetzt. Die Quellen sprechen von einer Auseinandersetzung.
DIE VERFAHRENSRECHTLICHE TATSACHE: Keiner der vier Zivilpersonen ist im Register nach Art. 45-bis eingetragen. Darin stehen nur die beiden Beamten und die vier Freiwilligen des Roten Kreuzes.
DIE OFFENEN FRAGEN
1. Wurde Verstärkung angefordert? Von wem, wann, mit welcher Antwort der Einsatzzentrale?
2. Wenn ein Beamter einen Passanten bittet, ihm beim Fixieren einer Person zu helfen: Ist dieser Passant durch einen Rechtfertigungsgrund gedeckt?
3. Und der Beamte, der ihn darum bittet, obwohl ein Protokoll ihm vorschreibt, Umstehende zu entfernen — wie verantwortet er diese Entscheidung?
QUELLEN DIESES EINTRAGS (die vollständigen Links stehen auf Seite 4)
— Richtlinien der Abteilung für öffentliche Sicherheit, 11. Mai 2026, wiedergegeben von Sky TG24, Il Post, Today und BolognaToday am 20. und 21. Juli 2026.
— il Resto del Carlino, 22. Juli 2026, Einsatzbericht der Beamten.
— il Resto del Carlino, 25. Juli 2026, die vier Zivilpersonen auf dem Bodycam-Video.
— Texte des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung: Art. 51, 52, 54, 588 StGB und 380, 383 StPO.
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Stand 1. August 2026
Alle belegten und unbestrittenen Fakten
Dieses Archiv hält drei Dinge auseinander. Oben das, was belegt und von keiner Seite bestritten ist. Dann das, was Gegenstand der Ermittlungen ist. Unten das Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen den Institutionen, der brüchigste Teil, der zuletzt zu lesen ist.
Eine Klarstellung zum Maßstab: „belegt und unbestritten“ heißt nicht „gerichtlich festgestellt“. Ein Verfahren hat noch nicht begonnen. Es heißt, dass die Tatsache aus Akten hervorgeht — Einsatzberichte, offizielle Rekonstruktionen der örtlichen Gesundheitsbehörde, von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Aufnahmen, der Text der ministeriellen Richtlinien — und dass keine der beteiligten Seiten sie bestritten hat.
╔══ BELEGT UND UNBESTRITTEN ══╗
— Abderrahim Fakir war ein Einwanderer MIT GÜLTIGEN PAPIEREN. Seine Anwältin, die ihn bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis vertrat: „Er war bereits vollkommen in Ordnung“. Die Ablehnung des besonderen Schutzes war vom Gericht ausgesetzt worden. (Quelle: Sky TG24, 21. Juli)
— Er war UNTERNEHMER, Inhaber eines Umzugs- und Reinigungsbetriebs mit Angestellten, ordnungsgemäß tätig mindestens seit 2012.
— Er war PSYCHIATRISCHER PATIENT IN BETREUUNG DURCH DIE DIENSTE, seit dem 20. Juni 2026 von einem Zentrum für psychische Gesundheit betreut, mit Diagnose, bestätigter Therapie und einem zweiten Termin Anfang August. (Quelle: ANSA, 24. Juli)
— Zum Zeitpunkt des Einsatzes LIEF KEINE STRAFTAT. Der Streifenwagen kommt nicht wegen einer kriminalpolizeilichen Maßnahme: Er kommt, weil Anwohner einen Mann in verändertem Zustand melden. Zwei Minuten nach ihrem Eintreffen sind es die Beamten selbst, die dem Rettungsdienst „eine Person in psychiatrischer Krise“ melden.
— ES WAREN ZWEI BEAMTE. Ein einziger Streifenwagen, ein 28-jähriger Streifenführer und ein 23-jähriger Assistent. Die Richtlinien der Abteilung für öffentliche Sicherheit vom 11. Mai 2026 sehen vor, dass für die Fixierung einer Person, die starken Widerstand leistet, AUSGEFEILTE TECHNIKEN UND VIER EINSATZKRÄFTE nötig sind, mit Unterstützung durch einen zweiten Streifenwagen oder die Carabinieri. (Quelle: Richtlinien des Innenministeriums, wiedergegeben von Sky TG24, Il Post, BolognaToday und Today am 20. und 21. Juli)
— ZIVILPERSONEN WAREN AN DER KÖRPERLICHEN FIXIERUNG BETEILIGT. Vier Anwohner des Pilastro, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf unterschiedliche Weise; am deutlichsten sichtbar ist ein kosovarischer Staatsbürger, der Fakirs Fußgelenke festhielt und damit auch dann fortfuhr, als dieser sich nicht mehr bewegte. Nach Aussagen, die unter Anwohnern gesammelt wurden, sollen die Beamten selbst einen Bürger um Hilfe gebeten haben. Dieselben Richtlinien schreiben dagegen in der Deeskalationsphase vor, andere anwesende Personen, die die Erregung verstärken können, zu ENTFERNEN. (Quelle: il Resto del Carlino, 25. Juli; Richtlinien des Innenministeriums)
— FAKIR WURDE IN BAUCHLAGE AM BODEN FESTGEHALTEN. Die Richtlinien schreiben die Fixierung am Boden in RÜCKENLAGE vor, mit SOFORTIGER DREHUNG AUF DIE SEITE zur Sicherung der Atmung, und legen fest, dass die Bauchlage mit Kompression des Brustkorbs wegen der Risiken für das Herz-Kreislauf-System und die Atmungsorgane nicht andauern darf.
— DIE WIEDERBELEBUNG BEGANN, ALS DER MANN NOCH GEFESSELT WAR, an Handgelenken und Fußgelenken. Das geht aus den Aufnahmen hervor. Die Richtlinien schreiben vor, die Fesselungsmittel vor medizinischen Maßnahmen zu entfernen.
— DIE OBDUKTION ERGAB Blut in der Lunge und Anzeichen einer Quetschung der Atmungsorgane. (Quelle: il Resto del Carlino und Sky TG24, 24. Juli)
╔══ GEGENSTAND DER ERMITTLUNGEN ══╗
Staatsanwaltschaft Bologna, Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung, sechs Personen im vorläufigen Register nach Art. 45-bis erfasst: die beiden Beamten und die vier Freiwilligen des Roten Kreuzes. Niemand ist förmlich beschuldigt. Die offenen Punkte stehen im eigenen Eintrag.
DIE FRAGE, DIE ÖFFENTLICH NOCH NIEMAND GESTELLT HAT: Haben die beiden Beamten Verstärkung angefordert? Die Richtlinien sehen vor, dass eine Streife bei einer als aufgebracht gemeldeten Person die Einsatzzentrale informiert und weitere Kräfte anfordert. Aus keiner öffentlichen Quelle geht hervor, ob diese Anforderung erfolgte, zu welcher Uhrzeit und mit welchem Ergebnis. Das ist das Loch im Zentrum dieses Falls.
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belegt — Sky TG24, ANSA, il Resto del Carlino, Il Fatto Quotidiano
Wer Abderrahim Fakir war: Unternehmer, Einwanderer mit gültigen Papieren, psychiatrischer Patient
Abderrahim Fakir war 42 Jahre alt. In Marokko geboren, mit sieben Jahren nach Italien gekommen: Er lebte seit fünfunddreißig Jahren dort.
ARBEITENDER MANN. Inhaber eines in der Logistik tätigen Umzugs- und Reinigungsbetriebs mit Angestellten. Keine prekäre Beschäftigung: eine eigene Firma, um die er sich, so seine Anwältin, „ebenso sorgte wie um seine Angestellten“.
WOHNHAFT IM BOLOGNESER UMLAND. Er wohnte in Borgonuovo, einem Ortsteil der Gemeinde Sasso Marconi in der Provinz Bologna. In den letzten Monaten hatte er Zeiträume bei Freunden und Verwandten in anderen Stadtteilen verbracht, darunter im Pilastro, wo er in der Nacht zuvor geschlafen hatte. Am Morgen des 19. Juli war er in der Via Italo Svevo, um Verwandte und Freunde zu besuchen.
EINWANDERER MIT GÜLTIGEN PAPIEREN. Seine Anwältin Barbara Spinelli, die ihn im Verfahren um die Aufenthaltserlaubnis vertrat: „Er war bereits vollkommen in Ordnung, es ging schlicht um die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis. Er lebte seit seiner Kindheit rechtmäßig in Italien“. Er hatte den besonderen Schutz beantragt; die zuständige Kommission hatte den Antrag abgelehnt, doch das Gericht hatte die Ablehnung ausgesetzt und ihm den Verbleib gestattet. In seinem Rechtsmittel hatte er sich auf seine Verwurzelung berufen: angemeldete Arbeit mindestens seit 2012, gezahlte Steuern, eine gegründete Firma. Nach Angaben seiner Anwältin hatte er in den letzten Monaten „eine unbegründete Angst entwickelt, aus Italien fortgeschickt zu werden“, im Zusammenhang mit dem neuen europäischen Migrationspakt, obwohl seine Papiere in Ordnung waren.
PSYCHIATRISCHER PATIENT IN BETREUUNG. Am 20. Juni, einen Monat vor seinem Tod, versorgt ihn der Rettungsdienst auf einem Spielplatz in Borgo Panigale: Er hatte sich das linke Handgelenk aufgeschnitten. In der Notaufnahme des Maggiore-Krankenhauses beschreiben ihn die Ärzte als wach und orientiert, gedrückter Stimmung, aber ruhig. Er selbst bittet darum, mit einem Psychiater zu sprechen. In den folgenden Tagen stellt er sich in einem Zentrum für psychische Gesundheit vor: erste Diagnose, bestätigte Therapie, zweiter Termin für die ersten Augusttage. Dort ist er nie angekommen. Acht Tage zuvor, am 12. Juni, ein erster Vorfall in Castello d'Argile: Er wirkt verwirrt, aber kooperativ und lehnt den Transport ins Krankenhaus ab.
ASTHMATIKER. Das berichten Freunde und Angehörige. Ein Umstand, den die Sachverständigen zu gewichten haben werden.
Nach Aussage derer, die ihn kannten, durchlebte er eine schwierige Zeit: die Trauer um seine Mutter, Schulden, Schwierigkeiten des Betriebs, die Sorge um das Aufenthaltsverfahren. Seine Freunde: „Er war ein sehr guter Junge, er arbeitete, er kam aus einer guten Familie“ (Mohamed Bujana); „ein höflicher, sehr ruhiger junger Mann, ein Arbeiter“, „er war kein gewalttätiger Mensch“ (Antonietta Enacca, die ihn seit 26 Jahren kannte).
DIE VORSTRAFEN. Fakir hatte Vorstrafen wegen Betäubungsmitteln: eine Verurteilung wegen Besitzes und Handels und, wegen wiederholter Verstöße gegen die Aufenthaltsauflage während des Hausarrests, eine Haftzeit. Der Umstand ist öffentlich und muss berichtet werden. Er muss auch eingeordnet werden: Nichts von dem, was am 19. Juli 2026 geschah, hat damit zu tun. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung am 22. Juli wurden keine Betäubungsmittel gefunden. An jenem Tag gab es keine kriminelle Handlung zu unterbinden: Es gab einen Mann in psychiatrischer Krise in einem Garagenhof.
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19. Juli 2026 — mit der Quelle neben jeder Uhrzeit
Die Ereignisse Minute für Minute: von 11.59 bis 12.53 Uhr
Die Uhrzeiten sind keine journalistischen Rekonstruktionen: Sie stammen von der Bologneser Polizeipräfektur und aus der offiziellen Rekonstruktion der örtlichen Gesundheitsbehörde, die eine interne Untersuchung eingeleitet hat. Veröffentlicht am 20. und 21. Juli von Il Fatto Quotidiano und Sky TG24.
VORMITTAG — Eine Anwohnerin, Parveen Akhtar, 72, erklärt gegenüber La Stampa, sie habe Fakir schon zwischen 9.30 und 10 Uhr bemerkt: zunächst unter einem Baum sitzend, dann auf der Treppe zu den Garagen, schließlich am Boden liegend. Ihren Worten nach verlangte er, dass ein Krankenwagen und die Polizei gerufen würden. Ein anderer Anwohner, Aly, berichtet Repubblica Bologna, er habe gesehen, wie Fakir den Kopf gegen eine Mauer schlug und auf Arabisch um Hilfe rief.
11.59.26 Uhr — Ein Passant ruft die Polizeinotrufnummer: ein Mann in weinrotem T-Shirt, schwarzer Hose und Badelatschen schlage gegen die Garagentore und schreie, jemand wolle ihn töten. [Polizeipräfektur, über Sky TG24]
12.15 Uhr — EIN EINZIGER Streifenwagen des Reviers Bolognina-Pontevecchio trifft ein: ein 28-jähriger Streifenführer, ein 23-jähriger Assistent am Steuer, mit einer aus eigener Tasche gekauften privaten Bodycam. Fakir ist barfuß und stark erregt. Nach dem Einsatzbericht ruft er „Hilfe, der ganze Pilastro will mich umbringen“, steht auf und wirft sich wieder zu Boden, schlägt gegen die Garagentore, stößt mit dem Kopf gegen eine Mauer. [il Resto del Carlino, 22. Juli]
12.17 Uhr — Die Beamten rufen den Rettungsdienst und melden „eine Person in psychiatrischer Krise“. Die Leitstelle entsendet den Rettungswagen Bologna65 des Roten Kreuzes: ein Basisfahrzeug, ohne Arzt. Der Einsatz wird als GRÜNER CODE eingestuft, die niedrigste Dringlichkeitsstufe. [Rekonstruktion der Gesundheitsbehörde, über Il Fatto Quotidiano]
12.17-12.36 Uhr — Die Beamten halten Abstand und versuchen den Dialog. Diese Phase ist durch Aufnahmen von Anwohnern belegt, die Tg La7 am 22. Juli sendete.
12.30 Uhr — Der Rettungswagen trifft ein. Die vier Freiwilligen bleiben auf Abstand. [Gesundheitsbehörde / Il Fatto]
12.36 Uhr — Es ist die Besatzung des Roten Kreuzes, die sich für eine ärztliche Rücksprache an die Leitstelle wendet und den Notarztwagen anfordert. [Gesundheitsbehörde / Il Fatto]
KURZ DARAUF — Ein Auto fährt in den Hof. Siehe den Eintrag zur Auseinandersetzung.
DIE FIXIERUNG — Fakir wird in BAUCHLAGE zu Boden gebracht. Einer der Beamten steigt auf ihn, um ihn festzuhalten. Fakir beißt den 23-jährigen Beamten ins Bein; dieser wird zwölf Tage krankgeschrieben. Nach dem Biss sprüht der Beamte ihm Pfefferspray ins Gesicht, während er bereits am Boden liegt. Der Schlüssel der Handschellen bricht ab: An Hand- und Fußgelenken werden Kabelbinder verwendet. Ein Beamter hält seinen Kopf gegen den Asphalt. Vier Zivilpersonen beteiligen sich an der Fixierung. Fakir ruft „Hilfe“, „Aufhören“, sagt, er bekomme keine Luft und so würden sie ihn töten. Die Rufe werden schwächer, bis sie verstummen.
DANACH — Die Beamten stehen auf. Fakir bleibt bäuchlings am Boden liegen, die Handgelenke hinter dem Rücken, die Fußgelenke gefesselt. Ab hier gehen die Rekonstruktionen über die Zeitabläufe auseinander: siehe die Punkte unter Ermittlung.
12.42 Uhr — Der Notarztwagen Bologna101 fährt vom Maggiore-Krankenhaus ab. [Gesundheitsbehörde / Il Fatto]
WIEDERBELEBUNG — Die Freiwilligen drehen Fakir auf den Rücken, ein Polizist schneidet sein T-Shirt auf. Zwei Helfer wechseln zwischen Herzdruckmassage und manueller Beatmung; der halbautomatische Defibrillator analysiert den Rhythmus, empfiehlt aber keinen Schock. In der ersten Phase ist Fakir NOCH GEFESSELT. Die Maßnahmen dauern etwa zehn Minuten.
12.53 Uhr — Der Notarztwagen trifft ein. Der Arzt stellt den Tod fest. [Gesundheitsbehörde / Il Fatto, Sky TG24]
DAUER. Vom Notruf bis zum Tod: 53 einhalb Minuten. Ab Eintreffen des Streifenwagens: etwa 38 Minuten. Ab Entsendung des Rettungswagens: 36 Minuten.
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der Moment, in dem der Einsatz eskaliert
Die Auseinandersetzung am Auto: der Moment, in dem der Einsatz kippt
Bis dahin waren die Beamten etwa zwanzig Minuten lang auf Abstand geblieben. Hier ändert der Einsatz seine Natur.
DIE SZENE. Kurz nach 12.36 Uhr befinden sich im Garagenhof der Hausnummer 6 der Via Italo Svevo Fakir, die beiden Polizisten, die vier auf Abstand gebliebenen Freiwilligen des Roten Kreuzes und einige Anwohner. Ein Auto fährt herein, auf eine der Garagen zu.
WAS DER EINSATZBERICHT DER BEAMTEN SAGT. Der Fahrer steigt aus. Fakir greift ihn an: Er stößt ihn, schreit ihn an und schlägt mit der Faust auf die Motorhaube, „wobei er eine Spur hinterließ“. Da greifen die Beamten ein, um ihn zu fixieren. [il Resto del Carlino, 22. Juli]
DER SCHADEN AM AUTO. Ein Faustschlag, eine Spur auf der Motorhaube. Das ist es, was aus dem Einsatzbericht hervorgeht. Einige spätere Darstellungen erwähnen auch die Windschutzscheibe. Öffentlich ist KEINE Anzeige wegen Sachbeschädigung bekannt, und der Schaden am Auto gehört nicht zu den Gegenständen der Ermittlungen. Was der Bericht als Auslöser festhält, ist nicht der Schaden am Fahrzeug: Es ist der Angriff auf eine Person.
EINE ABWEICHUNG, DIE FESTZUHALTEN IST. Die Quellen weichen darin ab, wie viele Personen aus dem Auto stiegen. Nach dem Bericht der Polizisten steigt DER FAHRER aus, eine Person. Nach den Darstellungen auf Grundlage des am 23. Juli von Tg1 gesendeten Bodycam-Videos steigen ZWEI MÄNNER aus, Fahrer und Beifahrer, beide in die Auseinandersetzung verwickelt. Das ist kein Detail: Es entscheidet darüber, ob die Beamten eine angegriffene Person schützten oder mehrere einander bekämpfende Personen trennten.
WAS DIE BODYCAM ZEIGT. Die Hände der beiden Beamten greifen die Arme eines Mannes im weißen T-Shirt, um ihn von einem anderen im roten Trikot zu trennen. Das Detail ist nicht nebensächlich: Die Beamten greifen AUCH DEN ANDEREN MANN, nicht nur Fakir. Das deutet darauf hin, dass der Insasse des Autos im entscheidenden Moment körperlich beteiligt war. Die Bodycam wird wenige Augenblicke vor dem Zugriff eingeschaltet und filmt danach alles: Fixierung, Eintreffen der Rettungskräfte, Wiederbelebung. Das Video wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.
WER DIE BEIDEN AUS DEM AUTO SIND. Das wurde nicht öffentlich gemacht, und ihre Stellung im Verfahren ist nicht bekannt. Keine Quelle behauptet, sie hätten Fakir geschlagen oder den Einsatz behindert: Ihnen das zuzuschreiben wäre eine Vermutung.
DIE ZIVILPERSONEN, DIE FAKIR FESTHIELTEN. Vier Anwohner des Pilastro, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf unterschiedliche Weise. Am deutlichsten sichtbar ist ein kosovarischer Staatsbürger mit nacktem Oberkörper, der die Fußgelenke am längsten festhielt, auch dann noch, als Fakir sich nicht mehr bewegte, und der den Beamten half, während sie ihm die Füße fesselten. Nach Aussagen, die unter Anwohnern gesammelt wurden, sollen die Beamten einen Bürger gebeten haben, ihnen zu helfen. Mindestens einer der vier wurde bereits von den Staatsanwälten vernommen; der kosovarische Staatsbürger, Stand 30. Juli, noch nicht. Es wurde NICHT mitgeteilt, ob die beiden Männer aus dem Auto zu diesen vier gehören.
DIE ZWEI LESARTEN. Für Gabriele Bordoni, den Anwalt der Polizisten: „Es gibt einen Moment des Kontakts mit anderen Personen, die sich in der Nähe eines Autos befanden und mit ihm in Kontakt kommen: An diesem Punkt ist offensichtlich, dass die Polizisten eingreifen müssen“. Für Fabio Anselmo, den Anwalt der Familie: Die früheren Aufnahmen zeigen, dass Fakir noch zu einem Gespräch fähig war und vor dem Zubodenbringen keine sichtbaren Verletzungen an Kopf oder Gesicht hatte; die öffentlich verbreiteten Bodycam-Ausschnitte erlauben es nicht festzustellen, wie schwer die Auseinandersetzung war oder ob der Zugriff verhältnismäßig war.
WAS NOCH ZU KLÄREN IST. Die vollständige Bodycam-Aufzeichnung wurde nicht öffentlich gemacht: Es kursierten nur Ausschnitte. Solange sie nicht vollständig ausgewertet und mit den übrigen Aufnahmen abgeglichen ist, lässt sich nicht sagen, wie lange die Auseinandersetzung dauerte, wer was tat und ob die nach dem Zubodenbringen eingesetzte Gewalt verhältnismäßig war.
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belegt — ANSA, il Resto del Carlino, BolognaToday, Il Fatto Quotidiano
Psychische Gesundheit: die Zwangseinweisung, die angefordert und nie eingeleitet wurde
Das ist der am wenigsten erzählte Teil des Falls und wahrscheinlich der wichtigste. Alle Quellen dieses Eintrags stehen auf Seite 4, im mit TSO gekennzeichneten Block.
Eine Anmerkung zum Begriff: TSO steht für trattamento sanitario obbligatorio, die italienische psychiatrische Zwangsbehandlung. Sie ist keine polizeiliche, sondern eine medizinische Maßnahme und folgt einem genau festgelegten Verfahren, das weiter unten beschrieben wird.
╔══ DER WEG DURCH DIE DIENSTE ══╗
12. JUNI 2026 — CASTELLO D'ARGILE. Der erste bekannte Vorfall. Nach der Schilderung des Bürgermeisters Alessandro Erriquez wollte Fakir einen Freund in Cento erreichen und stieg einige Kilometer zu früh aus dem Bus. Er irrt durch den Ort, betritt den Hof eines Wohnhauses nahe der Via Guido Rossa, klingelt an einer zufällig gewählten Wohnung. Einige Bewohner rufen um Hilfe. Es kommen die Carabinieri, ein Rettungswagen und der Bürgermeister selbst, der lange mit ihm spricht. Fakir wirkt verwirrt, aber NICHT aggressiv, und arbeitet mit denen zusammen, die ihm helfen wollen. Die Rettungskräfte bieten ihm medizinische Hilfe an: Er lehnt den Transport ins Krankenhaus ab.
20. JUNI 2026 — BORGO PANIGALE. Am frühen Nachmittag versorgt ihn der Rettungsdienst auf einem Spielplatz: Er hat sich das linke Handgelenk aufgeschnitten. In der Notaufnahme des Maggiore-Krankenhauses beschreiben ihn die Ärzte als wach und orientiert, gedrückter Stimmung, aber ruhig. FAKIR SELBST BITTET DARUM, mit einem Psychiater zu sprechen.
DIE FOLGENDEN TAGE — DAS ZENTRUM FÜR PSYCHISCHE GESUNDHEIT. Er stellt sich in einem Zentrum für psychische Gesundheit vor. Die Ärzte stellen eine erste Diagnose, bestätigen eine Therapie und vereinbaren einen zweiten Termin für die ersten Augusttage.
19. JULI 2026. Er stirbt in der Via Italo Svevo. Den Augusttermin wird er nie wahrnehmen.
In wenig mehr als einem Monat war Fakir also dreimal auf das öffentliche System getroffen: Carabinieri und Rettungsdienst in Castello d'Argile, Notaufnahme in Bologna, Zentrum für psychische Gesundheit. Er selbst hatte ausdrücklich um Hilfe gebeten. Die vierte Begegnung mit dem Staat war die vom 19. Juli.
╔══ DIE ÜBER DEN NOTRUF ANGEFORDERTE UND NIE EINGELEITETE ZWANGSEINWEISUNG ══╗
Nach zwei von BolognaToday befragten Zeugen bat eine Frau, die sich als Beschäftigte im Gesundheitswesen zu erkennen gab, die Notrufzentrale ausdrücklich darum, das Verfahren für eine psychiatrische Zwangsbehandlung einzuleiten, während Fakir in der Via Svevo in einer Krise war — halluzinierend, sich selbst verletzend, indem er auf den Asphalt und die Rolltore der Garagen einschlug.
Das Verfahren wurde nicht eingeleitet.
Es ist einer der Punkte, die die Ermittler prüfen, neben der Art der Fixierung und der Angemessenheit der medizinischen Reaktion. Die Zwangsbehandlung wird durch Verfügung des Bürgermeisters auf begründeten Vorschlag eines Arztes angeordnet und vom Vormundschaftsrichter bestätigt: Es ist keine Maßnahme, die eine Notrufzentrale allein einleiten könnte, aber sie ist der Kanal, über den die Bitte an diejenigen hätte weitergeleitet werden müssen, die sie anordnen konnten.
╔══ DIE MEDIZINISCHEN PROTOKOLLE ══╗
Für psychiatrische Notfälle ist vorgesehen, dass die Person niemals in Bauchlage belassen, sondern auf die Seite oder auf den Rücken gelegt wird. Die vier in die Via Svevo entsandten Freiwilligen des Roten Kreuzes waren eine Basisrettungsbesatzung: kein Arzt, keine Pflegekraft. Ausgebildet in Wiederbelebung und im Umgang mit dem Defibrillator, aber ohne Möglichkeit einer erweiterten klinischen Beurteilung oder der Gabe von Medikamenten, um Fakir zu sedieren und die körperliche Fixierung durch die Beamten zu verkürzen.
Am 1. August 2026 kündigte die Bologneser Gesundheitsbehörde an, die Protokolle des Rettungsdienstes zum Umgang mit Personen in verändertem Zustand neu zu fassen und festzulegen, wann ein Arzt zu entsenden ist. Das geschah nach Fakirs Tod, sagt aber etwas darüber aus, was zuvor nicht funktionierte.
╔══ WELCHES ZENTRUM FÜR PSYCHISCHE GESUNDHEIT BETREUTE IHN? ══╗
Das ist nicht bekannt. Und es ist eine Frage, die man nicht einfach stellen kann.
DAS KRITERIUM. In Italien folgt die psychiatrische Betreuung einem territorialen Kriterium: Die Person gehört zu dem Zentrum für psychische Gesundheit, das für ihren Wohnort zuständig ist. Fakir wohnte in Borgonuovo, einem Ortsteil der Gemeinde Sasso Marconi, der zum Bezirk Reno, Lavino und Samoggia der Bologneser Gesundheitsbehörde gehört: Das zugehörige Zentrum befindet sich in Casalecchio di Reno, Via Cimarosa 5/2.
DAS IST EINE SCHLUSSFOLGERUNG, KEINE GEPRÜFTE TATSACHE. Und es gibt Umstände, die sie erschweren. Am 20. Juni wird Fakir in Borgo Panigale versorgt und in die Notaufnahme des Maggiore gebracht, das in der Stadt Bologna liegt: Die Überweisung an ein Zentrum kann zum Wohnbezirk oder zu dem des Krankenhauses erfolgt sein. Zudem schlief er in den Monaten davor oft bei Freunden und Verwandten in anderen Stadtteilen, darunter im Pilastro.
WARUM DER PUNKT ZÄHLT. Wenn eine Person in einer Gemeinde gemeldet ist, tatsächlich aber anderswo lebt, ist die territoriale Zuständigkeit genau die Stelle, an der die Kontinuität der Behandlung brechen kann: Ein Termin dreißig Kilometer von dort entfernt, wo man schläft, ist ein Termin, den man leichter versäumt. Die Frage ist nicht bürokratisch, sie betrifft die Frage, ob dieser Behandlungsweg überhaupt gangbar war.
╔══ WARUM EIN JOURNALIST DIE GESUNDHEITSBEHÖRDE NICHT EINFACH FRAGEN KANN ══╗
Diese Information ist auf journalistischem Weg nicht zu erlangen, und zwar nicht aus Zurückhaltung der Gesundheitsbehörde, sondern weil das Gesetz es verbietet.
Gesundheitsdaten sind „besondere Kategorien personenbezogener Daten“ im Sinne von Art. 9 der Europäischen Verordnung 2016/679 (DSGVO) und genießen einen verstärkten Schutz. Eine Gesundheitsbehörde darf weder bestätigen noch bestreiten, dass eine identifizierte Person von einem ihrer Dienste betreut wurde: Die Bestätigung selbst wäre bereits eine Übermittlung von Gesundheitsdaten. Das Verbot erlischt nicht mit dem Tod der betroffenen Person — Art. 2-terdecies des italienischen Datenschutzkodex (Gesetzesdekret 196/2003) sieht vor, dass Rechte an den Daten Verstorbener von denjenigen ausgeübt werden können, die ein eigenes Interesse haben oder zum Schutz der betroffenen Person handeln, im Kern also von Angehörigen, nicht von Dritten.
Hinzu kommen die strafbewehrte Schweigepflicht des medizinischen Personals nach Art. 622 des Strafgesetzbuchs und das Amtsgeheimnis. Auf Seiten des Journalisten gelten die dem Datenschutzkodex beigefügten berufsethischen Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Journalismus, die bei Gesundheitsdaten verlangen, dass die Information wesentlich ist und die Würde der Person gewahrt bleibt.
PRAKTISCHE FOLGE. Die Angabe kann nur auf zwei Wegen bekannt werden: über die Angehörigen und ihren Anwalt, die als Träger eines eigenen Interesses die Krankenunterlagen anfordern können; oder über die Justiz, die die Krankenakte im Rahmen der Ermittlungen beiziehen kann. Nicht über die Anfrage eines Journalisten bei der Gesundheitsbehörde.
Dieses Archiv weist daher auf die Frage hin und weist zugleich darauf hin, dass die Frage derzeit keinen legitimen Kanal für eine öffentliche Antwort hat. Das ist eine Grenze des Wissens, keine anzuprangernde Zurückhaltung.
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Rechtsrahmen — Verfassung, Basaglia-Gesetz, Verfassungsgericht, Kassationshof, EGMR
Der Schutz psychisch kranker Menschen: was das Gesetz sagt
Keine der folgenden Vorschriften betrifft unmittelbar das Verhalten der beiden Beamten am 19. Juli. Sie umreißen jedoch den Rahmen, innerhalb dessen in Italien eine Person in psychiatrischer Krise von jedem behandelt werden muss, der ihr gegenübersteht. Es ist der Maßstab, an dem der gesamte Vorgang zu messen ist, und deshalb gibt das Archiv ihn vollständig wieder. Die vollständigen Nachweise stehen auf Seite 4.
╔══ DIE VERFASSUNG ══╗
ARTIKEL 32. Die Republik schützt die Gesundheit als Grundrecht des Einzelnen und als Interesse der Allgemeinheit. „Niemand darf zu einer bestimmten Gesundheitsbehandlung verpflichtet werden, es sei denn durch Gesetz. Das Gesetz darf in keinem Fall die Grenzen verletzen, die die Achtung der menschlichen Person gebietet.“ Daraus folgt das Recht auf therapeutische Selbstbestimmung und damit auch das Recht, eine Behandlung abzulehnen: genau das, was Fakir am 12. Juni in Castello d'Argile ausübte, als er den Transport ins Krankenhaus ablehnte.
ARTIKEL 13. Die persönliche Freiheit ist unverletzlich. Der vierte Absatz ist hier am einschlägigsten: „Jede körperliche und seelische Gewalt gegen Personen, die in irgendeiner Weise Freiheitsbeschränkungen unterworfen sind, wird bestraft.“ Das gilt für jeden, dem die Freiheit entzogen ist, nicht nur für Häftlinge: also auch für eine Person, die in einem Hof mit Handschellen oder Kabelbindern gefesselt ist.
╔══ DAS BASAGLIA-GESETZ ══╗
Gesetz Nr. 180 vom 13. Mai 1978, später übernommen in die Artikel 33, 34 und 35 des Gesetzes 833/1978 zur Errichtung des Nationalen Gesundheitsdienstes.
Italien war das erste Land der Welt, das die Schließung der psychiatrischen Anstalten gesetzlich beschloss. Das eingeführte Prinzip ist kein organisatorisches, sondern eines über den Status der Person: Der psychisch kranke Mensch gilt nicht länger als jemand, der „für sich und andere gefährlich“ ist und verwahrt werden muss, sondern wird zum Träger von Rechten, dessen EINWILLIGUNG IN DIE BEHANDLUNG IN JEDER LAGE ZU SUCHEN IST. Die Zwangsbehandlung wird zur Ausnahme, nicht zur Regel, und nur innerhalb eines mit Garantien versehenen Verfahrens.
DAS VERFAHREN. Begründeter Vorschlag eines Arztes, bestätigt durch einen zweiten Arzt einer öffentlichen Einrichtung. Verfügung des Bürgermeisters. Mitteilung an den Vormundschaftsrichter innerhalb von achtundvierzig Stunden nach der Aufnahme. Der Vormundschaftsrichter bestätigt oder verweigert innerhalb der folgenden achtundvierzig Stunden nach Einholung von Informationen und Anordnung etwaiger Prüfungen die Maßnahme durch begründete Entscheidung. Dauer sieben Tage, verlängerbar. Die Maßnahme erfolgt „unter Achtung der Würde der Person und der bürgerlichen und politischen Rechte“, und wer ihr unterworfen ist, behält das Recht, mit wem auch immer er für richtig hält zu kommunizieren.
Es ist also keine Maßnahme, die eine Einsatzzentrale allein anordnen könnte: Sie ist der Kanal, über den eine Bitte an diejenigen weiterzuleiten ist, die die Befugnis zur Anordnung haben.
╔══ VERFASSUNGSGERICHT, URTEIL Nr. 76 VOM 30. MAI 2025 ══╗
Ein Jahr vor Fakirs Tod erklärte das Verfassungsgericht Art. 35 des Gesetzes 833/1978 für verfassungswidrig, soweit er der einer Zwangsbehandlung unterworfenen Person nicht garantierte, informiert und angehört zu werden. Die neuen Garantien: Die Verfügung des Bürgermeisters muss der betroffenen Person oder ihrem gesetzlichen Vertreter vor der Zustellung mitgeteilt werden, und der Vormundschaftsrichter muss die Person vor der Bestätigung anhören.
Das zeigt, in welche Richtung sich die Rechtsordnung bewegte: zu mehr Garantien für die Person in der Krise, nicht zu weniger.
╔══ KASSATIONSHOF: FIXIERUNG IST KEINE THERAPEUTISCHE MASSNAHME ══╗
Kassationshof, Strafsenat V, Urteil Nr. 50497 vom 20. Juni 2018, bekannt als Urteil Mastrogiovanni.
Franco Mastrogiovanni, ein 58-jähriger Grundschullehrer, starb am 31. Juli 2009 an Händen und Füßen an ein Bett gefesselt in der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses von Vallo della Lucania, wo er weniger als neunzig Stunden zuvor zwangsweise aufgenommen worden war. Die Fixierung wurde von den Kameras der Station aufgezeichnet.
Die vom Gericht aufgestellten Grundsätze:
— Die mechanische Fixierung IST NIEMALS EINE THERAPEUTISCHE MASSNAHME. Sie ist ein die persönliche Freiheit beschränkendes Mittel ohne heilende Zwecksetzung, das keine Verbesserung des Gesundheitszustands bewirkt.
— Sie ist nur bei einer konkreten Lage offensichtlicher und gegenwärtiger Gefahr eines schweren Schadens für die Person zulässig, die nach strengen Kriterien und im Einzelfall zu beurteilen ist.
— Außerhalb dieses Falls erfüllt die Fixierung den Straftatbestand der FREIHEITSBERAUBUNG.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien zudem wegen Verletzung von Art. 3 der Konvention — Verbot unmenschlicher und erniedrigender Behandlung — in einem Fall mechanischer Fixierung im Gesundheitswesen verurteilt. Es handelt sich um eine andere Verurteilung als die im unten dargestellten Fall Magherini: Sie betrifft einen anderen Artikel der Konvention und einen klinischen, keinen polizeilichen Zusammenhang.
Notwendiger Hinweis: Diese Rechtsprechung betrifft die medizinische Fixierung im Krankenhaus, nicht die von Polizeikräften auf offener Straße vorgenommene Fixierung, für die andere Vorschriften gelten. Sie wird wiedergegeben, weil sie den allgemeinen Grundsatz benennt, mit dem die italienische Rechtsordnung auf den gefesselten Körper einer Person in psychiatrischer Krise blickt.
╔══ DER PRÄZEDENZFALL, DER WIEDERKEHRT, UND DIE VERURTEILUNG SECHS MONATE ZUVOR ══╗
Riccardo Magherini, 39 Jahre alt, starb am 3. März 2014 in Florenz, nachdem er von drei Carabinieri in Bauchlage am Boden fixiert worden war. Es ist der Fall, mit dem der Tod von Abderrahim Fakir am häufigsten verglichen wird: Beide betreffen dieselbe Frage, nämlich was mit einer Person in verändertem Zustand geschieht, die mit dem Gesicht nach unten auf dem Asphalt festgehalten wird.
Am 15. Januar 2026 gelangte dieser Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der mit dem Urteil Magherini und andere gegen Italien (Beschwerde Nr. 32707/19) den italienischen Staat wegen einer DOPPELTEN VERLETZUNG VON ARTIKEL 2 der Konvention, des Rechts auf Leben, verurteilte.
ZUM MATERIELLEN TEIL. Die anfängliche Fixierung mochte erforderlich sein, doch war nicht dargetan, dass es absolut notwendig war, Riccardo Magherini rund zwanzig Minuten lang gefesselt in Bauchlage zu halten, auch nachdem er sich nicht mehr bewegt und nicht mehr gesprochen hatte und offenbar nicht mehr ansprechbar war. Der Gerichtshof stellte ferner fest, dass die damals geltenden Richtlinien das Fesseln am Boden in Bauchlage vorsahen, OHNE JEDEN HINWEIS auf die Risiken eines längeren Verbleibs in dieser Lage, und dass den Beamten keine besondere Schulung zu diesen Risiken erteilt worden war.
ZUM VERFAHRENSRECHTLICHEN TEIL. Die Ermittlungen genügten dem Erfordernis der Unabhängigkeit nicht, weil die Aussagen zentraler Augenzeugen unmittelbar nach dem Vorfall von eben jenen Beamten aufgenommen wurden, die an dem Einsatz beteiligt waren.
VIER MONATE NACH DIESEM URTEIL erließ die Abteilung für öffentliche Sicherheit die Richtlinien vom 11. Mai 2026. Die zeitliche Abfolge ist eine Tatsache; der Zusammenhang ist plausibel, geht aber aus keiner Quelle hervor und wird hier als Vermutung gekennzeichnet.
ZWEI PUNKTE DIESES URTEILS BETREFFEN DIESEN VORGANG. Erstens: Beurteilt wird nicht nur die anfängliche Rechtmäßigkeit der Gewaltanwendung, sondern auch ihre DAUER, ihre Abstufung, DIE MEDIZINISCHE ÜBERWACHUNG und die Fähigkeit der Einsatzkräfte, eine klinische Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen. Zweitens: Der Antrag des Anwalts der Familie Fakir, die Ermittlungen nicht von der Polizei führen zu lassen, stützt sich genau auf den verfahrensrechtlichen Teil dieser Verurteilung.
╔══ DER MANGEL AN DIENSTEN ══╗
Hintergrunddaten, bezogen auf das nationale System und nicht auf den Einzelfall.
— Für die psychische Gesundheit sind etwa 3 Prozent des Nationalen Gesundheitsfonds vorgesehen; einige neuere Schätzungen setzen den Wert bei 2,6 bis 2,7 Prozent an. Frankreich investiert etwa 10 Prozent, Deutschland etwa 12.
— Mehr als eine Million Menschen sind bei den gemeindenahen psychiatrischen Diensten wegen Angst, Depression, Verhaltens- oder Essstörungen in Behandlung: die höchste je erfasste Zahl.
— Die Italienische Gesellschaft für Psychiatrie beklagt seit Jahren einen strukturellen Personalmangel. Eine aktuelle Studie hält eine Erhöhung um mindestens 1,9 Milliarden Euro in drei Jahren und eine Aufstockung des einschlägigen Personals um 47 Prozent für erforderlich.
— Die regionalen Ungleichheiten sind groß. Die Emilia-Romagna gehört zu den Regionen mit der höchsten Abdeckung, etwa 235 betreute Personen je zehntausend Einwohner, über dem nationalen Durchschnitt; Marken, Abruzzen, Molise und Kalabrien liegen deutlich darunter.
Diese letzte Zahl ist ehrlich zu lesen, denn sie schneidet in beide Richtungen: Die Region, in der Fakir starb, gehört zu jenen, die am meisten in psychische Gesundheit investieren. Das verschiebt die Frage vom Wie viel zum Wie — hin zur Kontinuität der Betreuung, zu den Notfallprotokollen, zur Verzahnung von Rettungsdienst, Polizei und gemeindenahen Diensten.
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Stand 1. August 2026
Was Gegenstand der Ermittlungen ist: zehn offene Punkte
Was folgt, ist NICHT festgestellt. Es sind einander widersprechende Darstellungen und offene Fragen, die von den belegten Tatsachen zu trennen sind.
1. DIE VERSTÄRKUNG. Öffentlich ist nicht bekannt, ob die beiden Beamten die Unterstützung eines zweiten Streifenwagens angefordert haben, wie es die Richtlinien vorsehen. Es ist die wichtigste unbeantwortete Frage.
2. DIE MINUTEN ZWISCHEN FIXIERUNG UND ALARM. Nach der Rekonstruktion anhand der Bodycam (il Resto del Carlino): etwa vier Minuten zwischen dem Moment, in dem die Beamten aufstehen, und den Sätzen „Er atmet nicht“, „Er hat starre Augen“. Nach Angaben des Roten Kreuzes: Die Freiwilligen hätten sich weniger als eine Minute später genähert, noch Lebenszeichen festgestellt und nach wenigen Dutzend Sekunden mit der Wiederbelebung begonnen. Die beiden Darstellungen sind unvereinbar. Entscheiden werden die vollständigen Aufnahmen und der Speicher des von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Defibrillators.
3. WARUM DIE RETTUNGSKRÄFTE AUF ABSTAND BLIEBEN. Zu klären bleibt, wer wann die Fixierungsphase für beendet und sicher erklärte: Von diesem Moment an geht die Verantwortung für den Körper von Abderrahim Fakir von den Beamten auf die Sanitäter über. Die Position des Roten Kreuzes, die Grenzen einer Besatzung ohne Arzt und der rechtliche Rahmen, der die vier Freiwilligen betrifft, stehen in dem ihnen gewidmeten Eintrag.
4. WIEDERBELEBUNG AN EINER GEFESSELTEN PERSON. Durch die Aufnahmen belegt. Für den Anwalt der Familie ist das „unerträglich“, und die Verantwortung liege bei den Beamten, nicht bei den Sanitätern. Zu klären ist, wer die Kabelbinder hätte entfernen müssen und warum es nicht geschah.
5. DIE HERKUNFT DES BLUTES. Eine Aufnahme vom 25. Juli, während der kriminaltechnischen Spurensicherung gefilmt, zeigt Fakir auf dem Rücken mit Blut im Gesicht und einem Fleck unter dem Hinterkopf. Für den Anwalt der Beamten stammt es von einer Verletzung durch das Schleifen über den Boden während der Fixierung; der Einsatzbericht hält fest, dass er Kopfverletzungen hatte, die VOR der Auseinandersetzung entstanden waren. Für den Anwalt der Familie zeigen die Aufnahmen vor dem Zubodenbringen keine sichtbaren Verletzungen.
6. DAS SPRAY. Zu klären sind die Entfernung, aus der gesprüht wurde, und die Wirkungen. Die Obduktion ergab leichte Reizungen der Atemwege, vereinbar mit einer Inhalation, ohne dass bekannt wäre, ob sie zum Tod beitrugen.
7. DIE TODESURSACHE. Erste Ergebnisse vom 24. Juli: Blut in der Lunge und Anzeichen einer Quetschung der Atmungsorgane. Die plausibelste Annahme ist eine Atemkrise, die in einer Erstickung mündete, doch ist weder festgestellt, wodurch sie ausgelöst wurde, noch ob die Quetschung während der Fixierung, während der Wiederbelebung oder in beiden Phasen entstand. Keine bedeutenden Brüche, abgesehen von einem leichten an einer Zehe. Ein vorläufiger Test soll Kokain ergeben haben: Die endgültigen toxikologischen Analysen müssen das bestätigen und klären, ob es eine Rolle spielte. Der Abschlussbericht wird binnen neunzig Tagen erwartet. Die von der Staatsanwaltschaft bestellten Sachverständigen, alle außerhalb des Bologneser Krankenhauses: Valentina Bugelli (Rechtsmedizinerin, Parma), Cristina Basso (Pathologin, Padua), Manuela Bonizzoli (Anästhesistin und Intensivmedizinerin, Careggi), Luca Morini (Toxikologe, Pavia).
8. DIE FIXIERUNGSTECHNIK. Geprüft wird, ob sie den Richtlinien des Innenministeriums entsprach. Der Anwalt der Beamten: „Der Fixierungseinsatz erfolgte nach Protokoll. Es gab keine Kompression mit den Knien.“
9. DER JURISTISCHE RAHMEN. Staatsanwaltschaft Bologna, fahrlässige Tötung. Das Verfahren führen die Staatsanwälte Domenico Ambrosino und Francesca Arienti, koordiniert vom Leitenden Oberstaatsanwalt Paolo Guido. Die Namen der beiden Beamten und der vier Freiwilligen stehen aufgrund der als „strafrechtlicher Schutzschild“ bezeichneten Regelung im vorläufigen Register nach Art. 45-bis — Gesetz Nr. 54 vom 24. April 2026, das Art. 335-quinquies der Strafprozessordnung eingeführt hat. Es ist keine Immunität: Es verhindert keine Ermittlungen und tilgt keine etwaigen Straftaten. Der Anwalt der Familie hat beantragt, die Ermittlungen nicht von der Polizei führen zu lassen, und sich dabei auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte berufen.
10. WEITERE KLEINERE OFFENE PUNKTE. Der eingetragene und der tatsächliche Sitz von Fakirs Betrieb. Welches Zentrum für psychische Gesundheit ihn betreute. Die familiäre Lage: Manche Quellen berichten von einer Ehefrau, die telefonisch aus Marokko eingriff, andere von einer Trennung von einer italienischen Ehefrau. Identität und verfahrensrechtliche Stellung der beiden Männer aus dem Auto.
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3. August 2026 — wie viel Zeit Abderrahim Fakir wirklich hatte, und was das Gesetz sagt
Die vier Freiwilligen des Roten Kreuzes: Was riskieren sie wirklich? Und ist das gerecht?
Von den sechs Beteiligten sind die vier Freiwilligen des Roten Kreuzes diejenigen, über die am schlechtesten gesprochen wurde. Es lohnt sich zu trennen, was sie entschieden haben, von dem, was über ihren Köpfen entschieden wurde.
╔══ SIE SIND NICHT BESCHULDIGT ══╗
Die sechs sind IM VORLÄUFIGEN REGISTER NACH ART. 45-bis ERFASST, nicht im Register der Beschuldigten: Das ist die Wirkung der als strafrechtlicher Schutzschild bezeichneten Regelung, Gesetz Nr. 54 vom 24. April 2026, Art. 335-quinquies der Strafprozessordnung. Es ist keine Immunität und hält die Ermittlungen nicht auf. Aber wer Gegenstand von Vorprüfungen ist, ist nicht beschuldigt: „die vier beschuldigten Rettungskräfte“ zu schreiben, heißt derzeit, etwas Falsches über Menschen zu schreiben, die in ihrem Viertel identifizierbar sind.
╔══ WAS SIE NICHT ENTSCHIEDEN HABEN ══╗
Der GRÜNE CODE, die niedrigste Dringlichkeitsstufe, stammt von der Leitstelle. Ebenso die Entsendung eines BASISRETTUNGSWAGENS ohne Arzt und ohne Pflegekraft auf die Meldung „eine Person in psychiatrischer Krise“ hin.
Was sie selbst getan haben, ist das Gegenteil: Um 12.36 Uhr waren es die Freiwilligen, die die Leitstelle für eine ärztliche Rücksprache anriefen und den Notarztwagen anforderten — vor der Auseinandersetzung. Sie haben die Alarmstufe aus eigener Initiative erhöht, weil sie erkannten, dass die Lage ihre Kompetenzen überstieg. Der Notarztwagen fuhr um 12.42 Uhr ab und traf um 12.53 Uhr ein.
Eine Basisrettungsbesatzung kann einen Herzstillstand erkennen, drücken, beatmen und einen Defibrillator einsetzen. Sie kann keine erweiterte klinische Beurteilung vornehmen und keine Medikamente geben: Sie konnten Abderrahim Fakir nicht sedieren und die Fixierung durch die Beamten auf diesem Weg nicht verkürzen. Im Strafrecht wird mangelnde Fachkunde am geschuldeten Kompetenzniveau gemessen, nicht an dem eines Arztes.
Weder Alter noch Identität der vier wurden öffentlich gemacht, und dieses Archiv schreibt ihnen keine zu. Was sich sagen lässt, betrifft das System: Der außerklinische Rettungsdienst in Italien beruht weitgehend auf freiwilligem, unbezahltem Personal.
╔══ DIE SICHERE EINSATZSTELLE ══╗
Erster Grundsatz der Rettung: Man betritt keine unsichere Einsatzstelle. Das ist keine persönliche Vorsicht, sondern eine Einsatzregel. Das Rote Kreuz: „Sie waren da und warteten darauf, eingreifen zu können. Es ist nicht denkbar, dass sie das bei einer Person hätten tun können, die sich in diesem Moment in den Händen der Polizei befand.“
Der Grundsatz steht nicht in Frage. Zu klären ist seine Anwendung auf jene Minuten: WER hat die Fixierungsphase für beendet und sicher erklärt, und WANN. Von diesem Moment an geht die Verantwortung für den Körper von Abderrahim Fakir von den Beamten auf die Sanitäter über.
╔══ WAS BEWIESEN WERDEN MÜSSTE ══╗
Die Annahme der Staatsanwaltschaft lautet fahrlässige Tötung, Art. 589 des Strafgesetzbuchs, Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren. Drei Dinge sind erforderlich.
DIE GARANTENSTELLUNG. Wer einen Patienten übernimmt, hat die Pflicht, ihn zu schützen, und das Nichtverhindern eines Erfolgs steht dem Herbeiführen gleich (Art. 40 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs). War die Einsatzstelle jedoch unter der ausschließlichen Kontrolle der Polizei, so lag die Pflicht in jenen Minuten noch nicht bei ihnen.
DAS VERSCHULDEN. Das Protokoll für psychiatrische Notfälle verbietet es, den Patienten in Bauchlage zu belassen: Er ist auf die Seite oder auf den Rücken zu legen.
DIE KAUSALITÄT — und hier entscheidet sich alles. Beim Unterlassen genügt es nicht zu beweisen, dass sie gewartet haben: Es muss bewiesen werden, dass die unterlassene gebotene Handlung den Erfolg MIT HOHEM GRAD RATIONALER GLAUBWÜRDIGKEIT VERHINDERT HÄTTE. Das ist der von den Vereinigten Senaten des Kassationshofs im Urteil Franzese Nr. 30328 aus dem Jahr 2002 aufgestellte Maßstab. Weder statistische Wahrscheinlichkeit noch Risikoerhöhung genügen: Es müsste bewiesen werden, dass Abderrahim Fakir noch lebte, wenn sie sich um 12.40 Uhr statt um 12.44 Uhr genähert hätten.
EINE FRAGE FÜR STRAFRECHTLER: Der durch das Gelli-Bianco-Gesetz eingeführte Schutz vor Haftung für mangelnde Fachkunde, Art. 590-sexies des Strafgesetzbuchs, gilt für „Angehörige der Gesundheitsberufe“. Ein Freiwilliger ohne Kammerzugehörigkeit fällt wahrscheinlich nicht darunter und wäre damit stärker exponiert als eine Pflegekraft an seiner Stelle.
╔══ WIE VIEL ZEIT ABDERRAHIM FAKIR WIRKLICH HATTE ══╗
„Nach vier Minuten irreversible Schäden“, „jede Minute kostet zehn Prozent Überlebenschance“: Zahlen, die in einem bestimmten Zusammenhang stimmen und außerhalb davon in die Irre führen.
Sie stammen aus dem Modell von Larsen und anderen, Annals of Emergency Medicine, November 1993. Der tatsächliche Rückgang ohne Behandlung beträgt 5,5 Prozent pro Minute, nicht zehn. Und die Studie beruht auf 1.667 Patienten mit KAMMERFLIMMERN: primärer Herzstillstand, noch sauerstoffreiches Blut, defibrillierbarer Rhythmus. Das ist dieser Fall nicht. Das italienische Gesundheitsinstitut nennt denn auch keine Zahl: Es schreibt „innerhalb weniger Minuten“.
WARUM DIE UHR HIER FRÜHER LÄUFT. Bei einem asphyktischen Stillstand sinkt der Sauerstoff, BEVOR das Herz stehen bleibt, und der Schaden sammelt sich während der Hypoxie an, nicht danach. Auf Abderrahim Fakir wirkten vier Faktoren zugleich:
— DIE BAUCHLAGE mit Kompression des Brustkorbs, die Ventilation und Lungenperfusion vermindert;
— DER KAMPF, der metabolische Azidose erzeugt und die Reserven aufbraucht;
— DAS PFEFFERSPRAY, ihm ins Gesicht gesprüht, als er bereits am Boden lag: Die Obduktion ergab Reizungen der Atemwege, vereinbar mit einer Inhalation;
— KOKAIN, das ein vorläufiger Test ergeben haben soll und das die endgültigen Analysen bestätigen müssen: bestätigt, erhöht es Sauerstoffverbrauch und Säureproduktion.
Hinzu kommt seine psychiatrische Krise, die die Erregung und damit die Anstrengung befeuerte.
Die am 27. Juli 2026 veröffentlichte Übersicht der Italienischen Gesellschaft für Rechts- und Versicherungsmedizin beschreibt genau dieses Zusammenwirken: Der Kollaps tritt durch schwere Azidämie und Depression der Herzkontraktilität ein, „häufig in pulsloser elektrischer Aktivität, auch ohne eine anfängliche Phase deutlicher und ausgeprägter Entsättigung“. In der Via Svevo analysierte der Defibrillator den Rhythmus und EMPFAHL KEINEN SCHOCK: ein nicht defibrillierbarer Rhythmus, die Kategorie mit der schlechtesten Prognose, in der der Schock nichts nützt und nur die Beseitigung der Ursache zählt.
KOKAIN ENTLASTET DIE FIXIERUNG NICHT, ES VERSCHÄRFT SIE. Es ist die Kombination aus Stimulanzien und Bauchlage, die das Risikoszenario ausmacht — in einer schwedischen nationalen Fallreihe von 52 Todesfällen während einer Fixierung tritt die Bauchlage in 90 Prozent der Fälle auf, Substanzen in 69. Dieselbe Übersicht warnt, dass das Vorhandensein von Kokain „es nicht erlaubt, den Tod automatisch als natürlich oder substanzbedingt einzuordnen“, und widmet ein Kapitel der Frage, ob „excited delirium“ nicht ein rechtsmedizinischer Mythos sei, der zur Rechtfertigung von Gewaltanwendung dient.
FOLGE. Die Uhr beginnt nicht zu laufen, wenn die Freiwilligen sich nähern: Sie lief bereits. „Wie viele Minuten haben die Rettungskräfte gewartet“ ist die falsche Frage. Und sie schneidet in beide Richtungen: Sie entlastet die vier Freiwilligen und erhöht das Gewicht der vorangegangenen Phase, die sie nicht betrifft.
EIN HINWEIS, DER FÜR ALLE ANWESENDEN GILT. Dieselbe Quelle merkt an, dass die Fähigkeit zu sprechen nicht beweist, dass die Ventilation ausreicht, und dass „ein plötzliches Nachlassen des Widerstands nicht automatisch als eingetretene Ruhe zu deuten ist, sondern als mögliches Zeichen respiratorischer Erschöpfung oder plötzlichen Kollapses“. Abderrahim Fakir hatte gesagt, er bekomme keine Luft. Dann wurden die Rufe schwächer, bis sie verstummten.
╔══ UND WENN SOFORT EIN ARZT GEKOMMEN WÄRE? ══╗
Das ist die Frage, auf der der Vorwurf gegen die Rettungskräfte ruht, und man stellt sie am besten vollständig: Nehmen wir an, der Arzt des Notarztwagens wäre von der ersten Minute an im Hof gewesen.
WAS ER HINZUGEFÜGT HÄTTE. Nicht den Schock des Defibrillators: Den hatte das Gerät selbst bereits ausgeschlossen, weil der Rhythmus nicht defibrillierbar war. Hinzugekommen wären Medikamente, erweitertes Atemwegsmanagement und die Möglichkeit, Abderrahim Fakir früher zu sedieren. Das sind Dinge, die zählen, WÄHREND die Kompression läuft, sehr viel weniger danach.
WAS DIE ZAHLEN SAGEN. Das Überleben nach einem Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses liegt bei etwa zehn Prozent, und weniger als zehn Prozent aller dieser Patienten werden mit guter neurologischer Funktion entlassen. Bei nicht defibrillierbaren Rhythmen asphyktischen Ursprungs sinken diese Zahlen weiter.
ALSO. Auf die Frage „hätte ein Arzt genügt“ lautet die ehrliche Antwort: zu jenem Zeitpunkt aller Wahrscheinlichkeit nach nein. Auch im besten Fall war ein Ausgang ohne Hirnschädigung unwahrscheinlich, denn der hypoxische Schaden sammelt sich während der Kompression an und nicht erst von dem Moment an, in dem sich jemand zum Helfen herabbeugt. Der Arzt wurde FRÜHER gebraucht. Und genau ihn hatten die Freiwilligen um 12.36 Uhr angefordert, vor der Auseinandersetzung.
EINE ANMERKUNG ZUR METHODE. Dieses Archiv schreibt nicht, dass Abderrahim Fakir ohnehin einen Hirnschaden davongetragen hätte: Das ist nicht beweisbar, und kein Sachverständiger wird es je so formulieren. Es schreibt, dass ein unversehrter Ausgang unwahrscheinlich war — was im Strafverfahren genau der Punkt ist, auf den es ankommt. Denn wenn ein günstiger Ausgang selbst bei bestmöglicher Versorgung unwahrscheinlich war, wird der Beweis, dass die Verzögerung der Rettungskräfte den Tod MIT HOHEM GRAD RATIONALER GLAUBWÜRDIGKEIT verursacht hat — der vom Kassationshof geforderte Maßstab —, nahezu unmöglich.
╔══ DIE PFLICHT ZU ÜBERWACHEN ══╗
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Magherini vom 15. Januar 2026 ist im Eintrag über den Rechtsrahmen vollständig wiedergegeben. Hier zählt nur ein Punkt, und er betrifft die Rettungskräfte mittelbar: Der Gerichtshof stellt fest, dass, wenn eine Person am Boden gehalten wird, nicht allein die anfängliche Rechtmäßigkeit der Gewalt wiegt, sondern auch ihre Dauer, DIE MEDIZINISCHE ÜBERWACHUNG und die Fähigkeit, eine klinische Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen. Wer die Atmung von Abderrahim Fakir hätte überwachen sollen, während er bäuchlings und gefesselt dalag, ist eine Frage, die für den Gerichtshof zur Pflicht gehört, das Leben zu schützen.
╔══ WAS ZU KLÄREN BLEIBT ══╗
1. Wer die Fixierungsphase für beendet und sicher erklärt hat, und wann.
2. Ob die Freiwilligen sich nach vier Minuten oder nach weniger als einer genähert haben: Das wird der Speicher des von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Defibrillators zeigen.
3. Ob ein schnelleres Eingreifen den Tod mit hohem Grad rationaler Glaubwürdigkeit verhindert hätte. Es ist die einzige Frage, auf die es strafrechtlich ankommt, und die Antwort wird im Gutachten binnen neunzig Tagen nach der Obduktion erwartet.
4. Ob die endgültigen toxikologischen Analysen das Kokain bestätigen und welche Rolle sie ihm zuschreiben.
5. Ob Art. 590-sexies des Strafgesetzbuchs einen freiwilligen Rettungshelfer erfasst.
Bis dahin bleiben die vier, was sie an jenem Tag waren: Menschen, die unbezahlt losgezogen waren, um jemandem zu helfen, und die in etwas gerieten, das größer war als sie.
QUELLEN DIESES EINTRAGS (vollständige Links auf Seite 4)
— Mitteilung der Staatsanwaltschaft zum Register 45-bis: il Resto del Carlino, 23. Juli 2026. Strafrechtlicher Schutzschild: Sky TG24.
— Offizielle Chronologie der Gesundheitsbehörde und Mitteilung des Roten Kreuzes: Il Fatto Quotidiano, 20. Juli 2026.
— Die vier Minuten aus der Bodycam: il Resto del Carlino, 26. Juli 2026.
— Protokolle des Rettungsdienstes für psychiatrische Notfälle: Il Fatto Quotidiano, 23. Juli 2026.
— Pathophysiologie der Fixierung: Italienische Gesellschaft für Rechts- und Versicherungsmedizin, 27. Juli 2026.
— Überlebensmodell: Larsen, Eisenberg, Cummins, Hallstrom, Annals of Emergency Medicine, 1993. ERC-Leitlinien 2021-2025, Italian Resuscitation Council. MSD Manuals, Ausgabe für Fachkreise. Istituto Superiore di Sanità, ISSalute.
— Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Magherini und andere gegen Italien, Beschwerde Nr. 32707/19, 15. Januar 2026.
— Genannte Vorschriften: Art. 40, 113, 589 und 590-sexies des Strafgesetzbuchs; Kassationshof, Vereinigte Senate, Urteil Franzese Nr. 30328 von 2002.
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der brüchigste Teil: zuletzt lesen
Das Hin- und Herschieben der Verantwortung: wer einen Arzt hätte schicken müssen
Dieser Eintrag steht am Ende, weil hier jede Institution eine andere Version gibt und keine bisher geprüft ist. Er ist in dem Bewusstsein zu lesen, dass es sich um umstrittenen, nicht um festgestellten Stoff handelt.
DIE ANFORDERUNG DES NOTARZTWAGENS — DER KNOTEN
Version der Beamten. Der Einsatzbericht und ihr Anwalt halten fest, dass die Polizisten beim Anruf des Rettungsdienstes auch die Entsendung eines Notarztwagens für eine Person „in psychotischer Krise“ angefordert hätten. Nach Angaben des Anwalts wurde die Anforderung zweimal gestellt.
Version der Bologneser Gesundheitsbehörde. Die Aufzeichnungen der Telefonate und die Unterlagen der Leitstelle des Rettungsdienstes im Besitz der Behörde BESTÄTIGEN diese Darstellung NICHT. Die Behörde erklärte, es sei keine Anforderung eines Arztes ersichtlich.
Eine kursierende Zwischenhypothese. Die Anforderung könnte von den Beamten an ihre eigene Polizeileitstelle gerichtet und dann nicht in diesen Worten an den Rettungsdienst weitergegeben worden sein.
DIE TATSACHEN, die niemand bestreitet. Der Einsatz wurde als grüner Code eingestuft, die niedrigste Dringlichkeitsstufe. Entsandt wurde ein Basisrettungswagen mit vier Freiwilligen des Roten Kreuzes, ohne Arzt und ohne Pflegekraft. Der Notarztwagen wurde erst um 12.36 Uhr angefordert, durch die Besatzung des Roten Kreuzes, und traf um 12.53 Uhr ein, als der Arzt nur noch den Tod feststellen konnte.
DIE STAATSANWALTSCHAFT hat die Aufzeichnung des Anrufs beigezogen, um zu klären, was tatsächlich angefordert wurde und ob die erste medizinische Reaktion der gemeldeten Krise angemessen war. Die Ermittler werden auch prüfen, „wie die Meldung des Notfalls erfolgte und warum im Vorfeld entschieden wurde, kein Team mit einem Arzt oder einer Pflegekraft zu entsenden“.
WAS NOCH ZU KLÄREN IST. Ob die Anforderung eines Arztes gestellt wurde und an wen; ob sie an die Leitstelle des Rettungsdienstes weitergegeben wurde und in welchen Worten; auf welcher Informationsgrundlage der grüne Code vergeben wurde; und ob die entsandte medizinische Antwort der gemeldeten Lage angemessen war. Diese Prüfungen laufen bei der Staatsanwaltschaft Bologna. Keine der beiden Versionen ist bis heute bestätigt.
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3. August 2026
Anmerkung zur Methode, zu den Grenzen und zur Unschuldsvermutung
Ein laufend aktualisiertes Archiv. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bologna dauern an, und Einträge werden ergänzt, sobald sie bekannt werden.
KRITERIUM. Belegte Tatsachen werden von den Punkten unter Ermittlung getrennt gehalten, und diese wiederum vom Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen den Institutionen, das am Ende steht. Wo einander widersprechende Versionen bestehen, werden beide wiedergegeben, mit dem Hinweis, wer sie vertritt. Wo es keine Bestätigung gibt, steht geschrieben, dass es keine gibt. Schlussfolgerungen sind als solche gekennzeichnet.
„BELEGT UND UNBESTRITTEN“ heißt nicht „gerichtlich festgestellt“: Ein Verfahren hat nicht begonnen. Es heißt, dass die Tatsache aus Akten hervorgeht — Einsatzberichte, offizielle Rekonstruktionen der Gesundheitsbehörde, von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Aufnahmen, der Text der ministeriellen Richtlinien — und dass keine der Seiten sie bestritten hat.
QUELLEN. Die Uhrzeiten stammen von der Bologneser Polizeipräfektur und aus der offiziellen Rekonstruktion der Gesundheitsbehörde, veröffentlicht am 20. und 21. Juli 2026 von Il Fatto Quotidiano und Sky TG24. Die Aussagen der Anwohner stammen von La Stampa, la Repubblica Bologna, Il Fatto Quotidiano und BolognaToday. Der Einsatzbericht der Beamten stammt vom Resto del Carlino vom 22. Juli. Die Bodycam-Bilder wurden am 23. Juli von Tg1 gesendet. Der Inhalt der Richtlinien der Abteilung für öffentliche Sicherheit vom 11. Mai 2026 stammt von Sky TG24, Il Post, Today und BolognaToday. Wo eine Meldung aus einer Zusammenfassung übernommen wurde, bin ich der Kette nachgegangen und habe die Originalquelle angeführt.
GRENZEN. Es war nicht möglich, den Inhalt der verlinkten Videos einzeln zu prüfen: Manche Titel könnten nicht passen, manche Aufnahmen entfernt worden sein. Einige Artikel erfordern ein Abonnement. Die Daten neben den Einträgen der Listen sind aus dem geschilderten Ereignis rekonstruiert und können um einen Tag abweichen.
WARNUNG. Einige Videos zeigen die letzten Minuten im Leben eines Menschen.
GARANTIEN. Keine der sechs beteiligten Personen ist förmlich beschuldigt. Wer Gegenstand von Vorprüfungen ist, ist nicht beschuldigt; wer beschuldigt ist, ist nicht angeklagt; wer angeklagt ist, ist nicht verurteilt. Dieses Archiv sammelt öffentliche Quellen und erhebt keine Anschuldigungen.
Abgeschlossen zum 3. August 2026.
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